Über das Kodiak Brown Bear Center

Willkommen bei uns zuhause

Dass Kodiak auf eine lange geologische Geschichte zurückblickt, erkennt man an den dramatischen Bergformationen, tiefblauen Buchten und dem strahlenden Grün der Täler, die den Kodiak-Archipel so einzigartig auf der Welt machen.

Gletscher haben die Insel Kodiak in jahrtausendelanger Arbeit geformt. Als die sich stets ausdehnenden Gletscher vor rund 20.000 Jahren zurückgingen, kam allmählich Kodiak Island zum Vorschein, eine Überbleibsel der letzten Eiszeit.

Kodiak Island ist die zweitgrößte Insel der Vereinigten Staaten und Karluk Lake ist der größte See der Insel. Mit seinen eindrucksvollen Ausmaßen – 19 Kilometer lang, 1,6 Kilometer breit du 213 Meter tief – ist der Karluk Lake ein wichtiger Stützpfeiler im südwestlichen Ökosystem der Insel. Er speist den Karluk River, der sich auf einer Länge von 35 Kilometern seinen Weg durch das üppig grüne Karluk River Valley zur Meerenge der Shelikof Straits bahnt.

Diese Gewässer sind der Lebensraum aller fünf im pazifischen Raum vorkommenden Lachsarten, eine großen Wildtier-Vorkommens, Heerscharen von Vögeln und den Nachfahren der Alutiiq Ureinwohner, die auf die Rückkehr der Lachse in ihr Laichgebiet angewiesen sind. Die ersten Einwohner von Kodiak Island waren die Alutiiq, die sich vor ungefähr 7500 Jahren hier ansiedelten. Der Karluk Lake war so etwas wie ein natürliches Klassenzimmer, der die Menschen lehrte zu überleben, zu gedeiehen, mit der Umgebung zu koexistieren und diese gleichzeitig für den Unterhalt ihrer Familien zu nutzen.

Heute sind von der einst blühenden Population der Alutiiq lediglich die kleinen Dörfer Karluk und Larsen Bay übrig. Ihr Lebensstil ist unverändert geblieben. Noch immer vertrauen sie auf die natürlichen Ressourcen ihres Landes und vor allem von der Lachswanderung.

 

History 5

Hunterte Werkzeuge und Kunstgegenstände der Alutiiq Ureinwohner wurden in der Gegend um Karluk gefunden.

Das kulturelle Erbe der Alutiiq lebt weiter, was vor allem der ANCSA Regional Native Corporation, Koniag, Inc., zu verdanken ist. Sie ist Besitzer und Betreiber des Kodiak Brown Bear Center. Koniag ist nur eine der so genannten Native Corporations, die 1971 vom amerikanischen Kongress zum Schutz und zur Existenzgrundlage der Ureinwohner Alaskas ins Leben gerufen wurden.

Dadurch ist gewährleistet, dass das Wesen des Kodiak Brown Bear Center im Einklang mit den Interessen der Alutiiq Besitzer erhalten bleibt. Das Kodiak Brown Bear Center ist auf Camp Island inmitten des Karluk Lake beheimatet und nur eine kurze Überfahrt mit dem Boot von den weltweit besten Bären-Beobachtungsplätzen entfernt.

Fishing was an important part of life for the Alutiiq who settled in Karluk as long as 5000 years ago.

Solche Harpunenköpfe wurden bei der Jagd entlang der Küste Kodiaks verwendet (Karluk One collection, courtesy of Koniag, Inc.).

Wir arbeiten Hand in Hand mit den Alutiiq, lernen täglich aufs Neue etwas aus dem reichen Kulturschatz dazu und möchten dieses Wissen an die nächsten Generationen weitergeben. Aber wir möchten dieses Wissen und den Geist der Alutiiq Kultur mit unseren Gästen teilen.

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Leben am Karluk Lake

Die reichen Lachsvorkommen haben die Menschen über Jahrtausende an den Karluk River gebracht. Biologen vermuten, dass bereits vor 6000 Jahren Lachse im Überfluss vorhanden waren und die Lachswanderungen beständig zugenommen haben. Die Menschen leben hier seit es Lachse gibt. Es gibt in der Gegend über 100 archäologische Stätten, die Rückschlüsse auf Fischtechniken zulassen.

Schon vor über 5000 Jahren haben die Vorfahren der Alutiiq in den flachen, steinigen Gewässern an der Flussmündung am Karluk Lake mit Speeren gefischt. Wahrscheinlich sind die Menschen nur zur Lachssaison hier gekommen, haben in Zelten oder Häusern aus Gras am See- und Flussufer gewohnt. So haben sie Spätsommer und Herbst hier verbracht und haben ansonsten an der Küste gelebt.

Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Menschen über einen längeren Zeitraum in der Karluk-Region angesiedelt, haben stabilere Behausungen gebaut, um größere Mengen von getrocknetem Fisch lagern zu können. Vor etwa 4000 Jahren begannen die Menschen mit Netzen zu fischen. Wie archäologische Funde belegen, wurden die Fische über mit Steinen und Holzkohle gefüllten Feuergruben getrocknet und geräuchert. So konnten sie Nahrungsvorräte für den Winter beschaffen.

Vor zirka 600 Jahren entstanden am Karluk Lake größere Ansiedlungen. Die Bevölkerung um diese Zeit dürfte rund 1000 Einwohner betragen haben. Die Menschen lebten in so genannten Grassodenhäusern, in denen mehrere Familien untergebracht waren. Es gab Gebäude für Festivitäten aller Art und andere für den Abfall. Immer mehr Menschen siedelten sich permanent am Karluk Lake an, aber es gab nach wie vor viele Menschen, die nur zur Lachsaison kamen.

Ende des 18. Jahrhunderts während der russischen Besatzung lebte niemand mehr am Karluk Lake, über die Gründe ist nichts bekannt.

Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Jäger in die Gegend, angelockt von den riesigen Braunbären. Jagdcamps wurden errichtet und Alutiiqs als Jagdbegleiter angeheuert. Sie waren ortskundig und mit den Gewohnheiten der Bären bestens vertraut.

Fischbiologen haben in den 1920er Jahren mit ihren Forschungen am Karluk Lake begonnen und die erste Hütte auf Camp Island an einem der Ausflüsse des Sees errichtet. Dort haben sie über Jahrzehnte die Lachswanderungen beobachtet und analysiert. Alles, was die Wissenschaftler an Verpflegung und Ausrüstung brauchten, wurde mit einem Traktor vom nahegelegenen Ort Larsen Bay herbei geschafft. Heute ist ein Ort im Einzugsgebiet, Karluk am Ufer der Karluk Lagune. Hier leben rund 40 Alutiiq-Bewohner, die das Erbe der Alutiiq-Kultur pflegen und sich um die etwa 1000 archäologischen Fundstellen im Kodiak-Archipel kümmern: Überreste von Ansiedlungen, Camps, Höhlen, Steinbrüche, Felsmalereien und vieles mehr. Besucher sind herzlich willkommen, diese historischen Orte zu besichtigen. Es sind empfindliche, unwiederbringliche Einzelstücke, die nicht berührt werden sollen. Koniag, Inc. und der US Fish & Wildlife Service sind die Eigentümer des Landes und der archäologischen Fundstellen in der Karluk Gegend. Ausgrabungen ohne Genehmigung sind verboten. Viele Ausstellungsstücke können im Alutiiq Museum besichtigt werden.